Die Esel der eselkoppel trebel

Bruno und seine Mädchen freuen sich auf Sie:

Zwergesel Bruno

BRUNO

 

Zwergeselwallach, 20 Jahre nach dem Equidenpass, aber wohl eher so um die 30.

Passt auf seine Mädchen auf, steht also meist auf der Koppel oder am Haus und hält die Ohren auf, falls sich da etwas tut.

Wandert ebenso gern und ausgiebig wie seine Mädchen und fordert dabei sehr resolut die Autorität seines menschlichen Partners.

Zwergeselstute Gretel

GRETEL

 

Zwergeselstute, 16 Jahre, seit Oktober 2018 in der Gruppe. Sie genießt die Gesellschaft ihrer Mitesel und ist seit dem Frühjahr 2019 bei allen Wanderungen dabei.

Unterwegs immer noch begeistert, dass sie das alles fressen kann, ohne dass ihre Hufe wieder weh tun (Hufrehe), muss mensch sie manchmal bremsen, wenn die Begeisterung darüber mit ihr durchgeht.

Esel gegen Atomkraft

LADY

 

Zwergeselstute, mit 12 Jahren die Jüngste und Empfindsamste der Gruppe. Im Wendland erwachsen geworden, wie man sieht, wandert sie leidenschaftlich gern, hat ein sehr feines Gespür für den Menschen an ihrer Seite und läßt sich dann auch leicht führen - wenn sein Gefühl bei ihr ist.

MONA

Zwergeselstute, etwa 30 Jahre alt. Gerade erst als Pflegetier der Noteselhilfe eingezogen, bestand sie darauf, die nächste Wanderung mit Gästen mitzumachen und lief im flotten Schritt meist vorweg. Sie hat ein freundliches Verhalten den Menschen gegenüber und läßt sich von jedem gern führen - Hauptsache, sie ist dabei!

So haben wir also wieder vier Esel, die "kleben": Einer allein geht nicht von der Koppel, einer zurückgelassen auf der Koppel kommt durch alle Zäune hinterher...


Über die Regenbogenbrücke

Über die Regenbogenbrücke weitergewandert zur ewigen Kräuterwiese sind aus der Gruppe die Eselstuten Jessy und Cindy

 

"Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt"

(Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz).

 

Esel im Wendland, Jessy

 

Im Gedenken an Jessy

 

Was für ein Geschenk ist die Gesellschaft einer so fröhlichen, eigensinnigen alten Eseldame!

Sie wußte alles und kannte alles aus einem langen Eselleben und hat es mit ihrer freundlichen Seele und ihrem wachen Kopf ihren Eselgefährten weitergegeben, uns jeden Tag Freude bereitet und selbst noch sechs lange Jahre freundliche Menschen- und Eselgesellschaft genossen.

 

Wohl viel vor dem Wagen gegangen und, als die Kräfte nachließen, auch wohl geschlagen worden (sie wich anfänglich jedem Besenstiel und jedem schlenkernden Strick aus), kam sie abgemagert, schwach und mit Cushing-Erkrankung 2012 über die Noteselhilfe zu uns.

Ihre Backenzähne waren abgenutzt und konnten das Heu nicht mehr zermahlen, aber dafür gibt es ja Spezialfutter - eingeweichte Heucobs -, das sie auch pünktlich einforderte. Mit Arthrose in allen Gelenken waren lange Wanderung nichts mehr für sie, aber kurze Spaziergänge allein übers Feld in den Apfelgarten zum Labkraut oder durch die Nemitzer Heide mit ihren Eselgefährten genoss sie. Mit ihrer Cushing-Erkrankung konnte sie dank einer biologischen Behandlung lebenswert leben.

Sie war die Kräuterspezialistin, wusste, was ihr gut tat und hat es freundlich an ihre Mitesel, an Gäste bei "Kräuterführungen" und an uns weitergegeben.

Ihr Lieblingsspaziergang ging zur Löwenzahnblüte: Führstrick auf den Rücken, und sie ging selbständig los, um jede Löwenzahnpflanze auf dem Weg zu erwischen. Ihr Ödem am Unterbauch (wahrscheinlich durch Herzschwäche) heilte sie bei den nächsten Spaziergängen: Sie fraß nur Spitzwegerich, Spitzwegerich, Spitzwegerich (manche sagen: ein Antibiotikum), das Ödem wurde kleiner und kleiner - und verschwand.

 

Ihr großer Kummer war, dass sie sich durch verknöcherte Halswirbel nicht mehr über den Rücken wälzen konnte. So legte sie sich auf dem Wälzplatz der Esel ab, alle viere von sich gestreckt - und kam allein nicht wieder hoch. Wie oft haben die Nachbarn uns geholfen, sie wieder auf die Beine zu stellen - Danke!

So lag sie auch, nach einigen Schwächeanfällen schon seit Beginn des Jahres, in der wärmenden Aprilsonne, aber die Schmerzmittel gegen ihre Arthrose wirkten nicht mehr und sie wollte trotz all unserer Bemühungen nicht wieder aufstehen. Da mussten wir sie, wohl im Alter von 45-46 Jahren, am 11. April 2018 gehen lassen.

Erst nach ihrem Tod merkten wir, dass sie, die große alte Dame, die alles wußte und alles kannte, auch die Autorität der Eselgruppe war: Da passte auf einmal nichts mehr, die Zurückgebliebenen waren ratlos und mussten sich erst einmal wieder finden... 

Esel im Wendland Cindy

Im Gedenken an Cindy

 

Cindy, die hübsche feine Dame, hatte offensichtlich in ihrer Jugend eine gute Erziehung genossen, sie war zurückhaltend, folgsam, brav.

Mit ihrem besonderen langen Haarkleid, der langen Mähne und den dicht bewachsenen Ohren war sie die erste Adresse der Kinder, wenn es um Kraulen und Striegeln ging.

 

Von Anfang an nahmen wir sie mit auf die Wanderung mit Gästen. Da fand sie ihren sicheren Platz zwischen ihren gescheckten Gefährten Lady und Bruno und konnte so Wanderung und Gäste genießen.

Die Gesellschaft ihrer Mitesel hat ihr gut getan, sie raufte sich gern mit Bruno, Lady wurde ihre beste Freundin, den Anschluß an sie durfte sie nie verlieren.

 

Als sie zusammen mit Jessy zu uns kam, überwiegten erst einmal schlechte Erfahrungen, die sie gemacht haben musste: Niemand durfte ihren Kopf und ihre Ohren berühren, jeder unbekannte Besucher auf der Koppel löste Stressdurchfall aus und sie war viel zu dick durch unbegrenzten Weidegang und falsche Ernährung.

Drei Jahre in der Gesellschaft ihrer Eselgefährten dauerte es, bis sie ihre Seele ein wenig baumeln lassen konnte.

In den letzten Wochen bemerkten wir eine Veränderung in ihrem Verhalten. Wir wollten ihr helfen, wussten aber nichts über die vielen Jahre zwischen Fohlenalter mit guter Erziehung und der Abgabe an die Noteselhilfe und fragten deshalb bei einer Tierkommunikation an, ein Gespräch mit ihr zu führen.

Das Ergebnis bewegt uns noch heute: Diese hübsche, feine, wohlerzogene Eselstute war noch immer traumatisiert von menschlichen Misshandlungen in der Vergangenheit, so angenehm die Gegenwart auch für sie war.

 

Cindy zeigte am 16. August 2019 nachmittags die typischen Koliksymptome und bekam erst einmal das Mittel, das für solche Fälle immer in der Stallapotheke ist. Da keine Besserung eintrat, war der Tierarzt noch am selben Abend da, spritzte schmerzstillende und krampflösende Mittel. Praktisch den ganzen nächsten Tag war der Tierarzt bei ihr und versuchte, ihr aus der Kolik zu helfen. Sie hat geduldig alles über sich ergehen lassen, Esel und Menschen waren stets bei ihr. Vergeblich, in der Nacht verstarb sie, viel zu früh mit 23 Jahren, wahrscheinlich an Tumor und Darmverschluss. Esel und Menschen haben Abschied von ihr genommen, Lady, ihre beste Freundin, ging ihren letzten Gang nach und lässt noch heute ihren Platz an der Futterraufe frei. Wir denken an sie und wünschen ihrer Seele den schönsten Platz auf der himmlischen Kräuterwiese.  

 Eine Bildergalerie - nur für Jessy und Cindy

Vergrößern/slideshow: Bild anklicken

 



Alle Esel der Eselkoppel Trebel sind durch die Noteselhilfe e.V. zueinander gekommen und haben ihre Vergangenheit, aus der sie uns manchmal erzählen.


Genießen Sie die Begegnung mit den freundlichen und klugen Tieren, die Ihnen gern  ihre Zuwendung und ihr Vertrauen geben.

 

Wir bieten Einzelpersonen, Familien und Gruppen  ganzjährig - witterungsabhängig - von der Kennenlernrunde über Bodenarbeit und Zirkuslektionen bis zur geführten Wanderung - eine Begegnung mit Eseln an.

 

Die Höhe Ihrer Futterspende bestimmen Sie - ganz, wie es Ihnen gefallen hat.

 

 Terminvereinbarungen jederzeit

Gerhard Has 

Tel.: 0174 - 971 29 56


Sonnenaufgang mit Esel im Wendland