Chronik 2023-

4. Februar 2023

Endlich! Der Regen ist durch, die Sonne scheint und alle stehen andächtig im Windschatten und lassen sich den Pelz von der Sonne wärmen. Und das Wetter soll so bleiben, zwischendurch mal Schnee (sehr praktisch für die Hufpflege: Der Schnee säubert perfekter, als wir das könnten) und wieder Sonne. So mögen Esel den Winter, dann wird auch gegenüber dem Servicepersonal nicht so viel protestiert...

1. Februar 2023

Regen, Regen, Regen - mal stark, mal weniger stark.

Ein Regen-Matschgemisch sammelt sich durch das Gefälle auf der Koppel direkt vor ihrem Stall. Bleibt nur, den Stall mit Stroh einzustreuen, dass die Hufe abtrocknen können und dann baldmöglichst mit Mineralgemisch einen "Berg" vor dem Stalleingang zu bauen, noch mehr Löcher zu bohren und mit Kies aufzufüllen, dass Regen und Matsch den Stalleingang gar nicht erreichen.

13. Januar 2023

Die neue Einstreu für die Extrabox, in der sich die Mädchen abends ablegen (Bruno, ihr Beschützer, begnügt sich mit Stroh am Stalleingang) ist gefunden: Leinstroh. Ziemlich klein gehäckselt, dadurch aber eine dichte und superweiche Liegefläche, in der sogar die Äppel verschwinden. Die Esel haben die Einstreu getestet und festgestellt: Sie schmeckt nicht, also bleibt sie Einstreu.

Lady hat die Angewohnheit, sich "ihr Bett zu bauen", wenn sie sich ablegen will (wir hören ihre Hufarbeit durch die Wand, der Stall ist direkt dahinter). In der ersten Nacht übertrieb sie das etwas und lag dann doch auf dem blanken Estrich. Die zweite Nacht passte sie auf und ließ genug Einsteu unter sich, wie wir morgens feststellen konnten.

9. Januar 2023

Eigentlich müssten wir jetzt schon längst nicht mehr im Wendland, sondern in Lützerath sein. Das schaffen wir nicht, aber wir sind in Gedanken dort.

Was uns gegen 3 AKW's an der Elbe, einer WAA in Gorleben und einem Endlager im Salzstock Gorleben-Rambow gelungen ist, muss doch auch dort möglich sein!

8. Januar 2023

Gar nicht mehr so einfach mit der Stalleinstreu...

Hobelspäne verfeuern die Zimmereien selbst, sind nicht mehr zu bekommen. Dann fanden wir gehäckseltes Chinagras, riecht gut, saugt gut auf - bis Lady beim Wälzen einen Splitter davon ins Auge bekam. Der Tierarzt konnte den Splitter aus der Hornhaut entfernen, Lady musste noch zwei Tage immer wieder stillhalten für die Augentropfen, dass keine Bakterien in die Hornhaut dringen. Aber es ist nochmal gut gegangen, und wir testen jetzt ungefährlichere Einstreu. Mal sehen, was die Esel dazu sagen und was das Servicepersonal davon hält...