Chronik 2016 -

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2018

22. Januar 2018

Das ist Jessys großer Kummer: durch die verknöcherten Halswirbel kann sie sich nicht mehr nach Eselart wälzen: über Kopf und Hals auf die andere Seite und wieder zurück und nochmal, und nochmal. So legt sie sich eben wenigstens ab, streckt aber alle viere von sich und bekommt sie nicht mehr so sortiert, dass sie allein wieder hoch kommt (das Bild ist vom Sommer mit ihren Fußballerstumpen gegen die Kriebelmücken - hat gut geholfen!)

 

Jetzt im Januar wurde es kritisch, wir fanden sie so auf dem kalten Estrich im Stall und wissen nicht, wieviel Stunden sie schon so nach vielen Aufstehversuchen lag. Jedenfalls konnte sie uns kaum helfen, sich aufzurichten. Die Tierärztin machte ein ernstes Gesicht, gab ihr eine Kreislaufspritze und zu dritt haben wir sie auf die Hufe gestellt.

 

Jetzt hat sie ihre eigene Box mit dickem wärmendem Mistbett, in dem sie sich ablegen und auch wieder allein aufstehen kann. Aber wie sich das für eine eigensinnige alte Dame gehört, ist sie mit dem "Einschluß" über Nacht gar nicht einverstanden.

Immerhin - sie steht morgens, frißt gut, die entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung des Medikaments zeigt Wirkung, sie macht mit ihren Gefährten die Runde über die Koppel und freut sich über Spaziergänge in der Wintersonne - und natürlich bestimmt sie, wo es langgeht!

15. Januar 2018

Auch wenn das ein schöner Anfang für das neue Jahr mit den Glücksvögeln ist:

Über 20.000 Kraniche beherbergt Niedersachsen diesen Winter, die gar nicht mehr nach Süden abziehen. Wir hören sie auch öfter und wundern uns, aber auf den Feldern stehen die Seen, in denen sich kein Fuchs gern nasse Füße holt, auf denen aber für die Kraniche am Tag noch genug Nahrung zu finden ist.

Sind das nun die Klimaschwankungen der Erde, oder ist das der selbstgemachte Klimawandel?

 

2017

31. Dezember

Bei Regen hielten sich Lärm und Licht um Mitternacht in Grenzen.

Bruno, der gerade kurz vor zwölf einen Kontrollgang über die Koppel machte, verzog sich nach den ersten Feuerwerkskörpern schnell in den Stall zu seinen Mädels, und nach einer halben Stunde war alles vorbei.

Allen ein Gutes Neues Jahr 2018!

21. Dezember 2017

Die Esel sind eigentlich schon seit November unzufrieden mit Wetter und Beschäftigung - keine Gäste, trüber Himmel, viel Regen - so maulen sie mich morgens, mittags, abends an - aber ich kann ja auch nichts dafür, dass es um 16.00 Uhr schon wieder dunkel wird, und versuche, sie mit Birkenästen, Brombeer- und Hagebuttenranken bei Laune zu halten.

Immerhin: die feuchtkalte Witterung hat ihnen noch keinen Hautpilz gebracht, die Hufe sind bestens, weil der Stall trocken ist, Jessy hält die wechselnden Temperaturen bewundernswert aus - und  heute ist Wintersonnenwende, nun werden die Tage wieder länger!

Aus den neuen Bauernregeln des Bundesumweltministeriums Februar 2017
Aus den neuen Bauernregeln des Bundesumweltministeriums Februar 2017

27. November 2017

- und die nächsten 5 Jahre weiter mit Glyphosat, entscheidet die EU heute, ermöglicht durch die Stimme des amtierenden deutschen Agrarministers Schmidt (CSU). Den Kommentar hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks schon im Februar 2017 veröffentlicht (und sich peinlicherweise dafür entschuldigen müssen...)

Allein was wir hier so nebenbei an Belegen und Argumenten versammelt haben, weil wir unseren Eseln auf's Maul geschaut haben, reicht doch für einen Aufschrei: Die Esel lieben ihre "Unkräuter", denn die meisten sind für sie wohlschmeckende Heilkräuter.

 

Also für die Meisen im Frühjahr Ganzjahresmeisenkugeln, damit sie sich und ihre Brut auch ohne Insekten satt bekommen, die Rauchschwalben sind letztes Jahr noch klar gekommen mit Fliegen und Mücken, die Rotschwänzchen auch, die Mistkäfer auf der Koppel finden genug Eseläpfel und der Bio-Bauer behält hoffentlich seine Felder um die Eselkoppel herum.

17. Oktober 2017

Und wieder einmal Glyphosat - mit drei Patenten ausgestattet: als Rohrreiniger, der alle Metalle bindet, als Unkrautvernichter und zuletzt als Antibiotikum(!). Eine Sendung auf arte, die von jetzt an 20 Tage in der Mediatek steht, und die mensch kaum unbeschadet aushält.

Die Esel freuen sich auf ihren Wanderungen, dass da keiner ihre Lieblingskräuter wegspritzt, und uns war ständig das Bild vor Augen, dass die an die Koppel angrenzenden Felder von einem Bio-Bauern bewirtschaftet werden - nochmal Glück gehabt mit der Wahl des Wohnorts im Gegensatz zu vielen Tausend Menschen weltweit, denen Glyphosat Unglück und Leid brachte.

Die Abstimmung in der EU-Kommission steht vor der Tür - und der amtierende deutsche Landwirtschaftsminister ist für eine Verlängerung der Zulassung um weitere zehn Jahre...

21. September 2017

Nochmal die Rauchschwalben: da gibt es wohl mehr zu erledigen vor der Abreise, als wir bisher wissen: Auf der Koppel der Kaltblutstuten, die Alberts Planwagen durch die Nemitzer Heide ziehen, tummelt sich ein ganzer Schwarm, zwischendurch sehen wir auch wieder einige über der Eselkoppel - es ist also doch noch keine Reisezeit.

1. September 2017

Jessy hat ein Ödem an der tiefsten Stelle ihres Bauchs. Globuli für ihr altes Herz helfen - und sie hilft sich selbst: Auf den nächsten Spaziergängen sucht sie sich ausschließlich Spitzwegerich aus, alles andere bleibt stehen, das Ödem wird kleiner und kleiner - und ist weg!

30. August 2017

Zwei der vier Rauchschwalben-Nachzügler waren ein bisschen zurückgeblieben und hatten sich wohl ihre Schwanzfedern im engen Nest abgerieben, was das Fliegen erschwert - kein Höhenruder und kein Seitenruder. Immerhin: sie waren aus dem Nest geflogen, saßen auf den von uns gespannten Drähten unter der Stalldecke und ließen sich weiter von den Eltern füttern.

 

Aber heute: Stille im Stall! Wir können es noch gar nicht fassen - keine Schwalbe begrüßt uns mit lautem Schimpfen, wenn wir in den Stall kommen, am Himmel keine Schwalbe mehr zu sehen - so früh startet der Zug in den Süden?

22. August 2017

Vier Nester haben die Rauchschwalben im Stall gebaut,  nachdem die nach den Erfahrungen des letzten Jahres extra angebrachte Nisthilfe schon durch die Hausrotschwänzchen besetzt war. In allen Nestern wurde erfolgreich gebrütet, die Jungen sind längst flügge, kommen aber öfter mal in den Stall, wenn sie eine Pause vom anstrengenden Flugunterricht der Alten brauchen.

Hier sitzen noch vier Nachzügler, die werden es wohl auch noch schaffen - das Nest ist schon fast zu klein für sie.

Esel mit Fußballerstulpen

10. August 2017

Überfall der Kriebelmücken - nein, sie heißen zwar so, sehen aber eher aus wie kleine Fliegen und stechen auch nicht, sondern raspeln an den Röhrbeinen der Esel die Haut auf, bis sie einen Blutstropfen und Gewebeflüssigkeit aufnehmen können. Versucht das mal eine Kriebelmücke auf unserer Haut, tut das ganz schön weh!

Soweit das Immunsystem der Esel in Ordnung ist, reicht noch eine dicke Schicht Bio-Kokosöl zur Abwehr aus, und die Esel stehen ziemlich ruhig.

Aber Jessy, die alte Dame, kommt da nicht mehr gegen an. Kaum noch Fell an den Röhrbeinen, haben die Kriebelmücken leichtes Spiel.

Irgendwie kam die Idee: Fußballstulpen, Größe 1 Junior. Vor zwei Stunden waren sie noch sauber, aber Jessy musste sich damit natürlich erstmal wälzen...

 

Achja - ihre Zunge rutscht ihr aus dem Maul - die Schneidezähne halten sie nicht mehr zurück, sie sind abgenutzt und wachsen nicht mehr nach. Ist dann irgendwie bequemer für sie...

20. Juli 2017

dieser hübsche kleine Schmetterling - Bläuling - begegnet uns jetzt doch häufiger bei unseren Wanderungen durch die Nemitzer Heide. Aber beim Anblick anderer bekannter Arten kommt gleich ein freudiger Ausruf, so selten sind sie geworden!

 

Wo die Insekten fehlen, haben die Vögel keine Nahrung: Unglaubliche 300 Millionen Brutpaare sind in den letzten 30 Jahren verloren gegangen! Das Umweltinstitut München hat deshalb die Aktion "Rettet die Vögel" gestartet. Beteiligen Sie sich gern!

 

Immerhin, die Esel sind gastfreundlich in ihrem Stall und auf der Koppel: Hausrotschwanz, Sperling und Rauchschwalben haben dort die erste und zweite Brut großgezogen, die die Esel nun auf der Koppel besuchen, zusammen mit einer ganzen Schar junger Stare. Beim Absammeln der Eseläpfel auf der Koppel finden wir oft ein Loch und einen kleinen aufgeworfenen Erdhügel daneben-die Mistkäfter freuen sich über die willkommene Nahrung für ihre Brut. Neben der Koppel beginnt die ökologische Ausgleichsfläche mit reichlich Blühpflanzen für den Sommer, Samenpflanzen für den Winter und immer einer Schar Vögel, die sich dort bedient.

15. Juli 2017

Die Kräuterspirale ist fertig geworden, sechs Töpfe mit kleinen Kapuzinerkressen haben wir zu den Kräutern gesetzt. Nun müssen die Kräuter sich durchkämpfen, die Kresse fand den Boden wohl sehr passend - die Kohlweißlinge auch, legten ihre Eier unter die Blätter, die Raupen fraßen sich satt, verpuppten sich und flattern nun als neue Generation davon.

3. Juli 2017

1.320.517 Menschen aus allen EU-Mitgliedstaaten haben innerhalb von

5 Monaten bereits die Europäische Bürgerinitiative "Stop Glyphosat" unterzeichnet! Nun muss sich die EU-Kommission damit beschäftigen.

 

Wer einmal mit Eseln gewandert ist und auch mal zugelassen hat, dass die Mäuler nach unten gehen, dem haben sie gezeigt, wieviel leckere und urgesunde "Un"kräuter es - noch - gibt, die mit dem Gift totgespritzt werden. 

5. Juni 2017

Die Esel sind nun das zweite Jahr täglich -bis auf zwei Regentage - mit vielen Gästen im Rahmen der Kulturellen Landpartie, diesmal für und mit der BI, zum Platz der Freien Republik Wendland gewandert. Die Esel bedanken sich für den großen Zuspruch, den sie von den Gästen erhalten haben.

15. Mai 2017

Die KLP ("Kulturelle Landpartie") zwischen Himmelfahrt und Pfingstmontag wirft ihre Schatten voraus, die Esel machen schon mal aus dem Stangen-L auf ihrer Koppel das im Wendland allgegenwärtige X, das Zeichen des Widerstands gegen die Atomanlagen in Gorleben.

08. Mai 2017

"Welt-Esel-Tag" - wir begehen ihn mit einem Bericht der Welttierschutzgesellschaft e.V. - und die Esel bekommen natürlich eine Extra-Möhre. Natürlich mögen sie die, aber jeder Halter muss vorsichtig sein, dass er seine Esel nicht mit Äpfeln, Möhren und Brot krank füttert. 

Die Begeisterung unserer Esel ist mindestens ebenso groß, wenn wir den unbedruckten Umkarton von Jessy's Heucobs anbieten - Hufe drauf und Stücke abreißen, und in ein paar Minuten ist der Wellpapp-Karton verschwunden.

 

Esel sind genügsam im Futter, können Zellstoff aufschließen und verwerten, eine Überlebensbedingung aus den Halbwüsten Asiens und Afrikas, aus denen sie stammen. Heu, Stroh und Äste sind die Nahrung, die sie gesund erhalten!

20. April 2017

Noch einmal: Glyphosat und kein Ende

Diesen Film von arte haben wir gefunden - noch ein wichtiges Argument, die Intiative des BUND für ein Verbot des "Unkraut"-Vernichtungsmittels zu unterstützen. Bitte unterschreiben Sie,

1 Million Unterschriften aus 7 EU-Ländern werden benötigt!

Wird es wirklich verboten, brauchen wir auch keine gentechnisch veränderten Soja- und Maissorten mehr, die sogenannten GVO's, der Bericht darüber ist fast nicht zu ertragen.

14. April 2017

Rechtzeitig vor der näXten KLP erscheint ein freundlicher Artikel, den viele Zeitungen nachdrucken, er beginnt mit der täglichen Wanderung der Esel zum Platz der Freien Republik Wendland und ihrer Rast auf dem Bohrplatz 1004.

Vielen Dank für diesen nicht alltäglichen Journalismus - wer auch immer da im Jahr zuvor mitgewandert ist!

13. April 2017

Jessy tut sich doch schwer, den vergangenen Winter abzuschütteln. Da es nachts immer noch kalt wird, bleibt sie weiter eingedeckt und hat Mistbett und Infrarotlampe, die sie wärmen.

Das Große Blutbild sagt: alles ok, nur die Werte ihrer Cushing-Erkrankung sind zu hoch. Bisher kam sie mit ihrem Medikament einmal monatlich klar, nun gibt es eine Kur-Anwendung, bis sie wieder munter ist.

30. März 2017

Einige Nistkästen sollen die Bewohner anlocken, die uns beim Fliegen- und Mückenfangen helfen können. Als Wohnung sind sie schon akzeptiert, aber Nistmaterial sammeln allein Elstern, Krähen - und nun auch ein Buchfinkenpärchen: Sie sammelt die Haare aus dem Winterfell der Esel, er sucht Freßbares.

Auf der Koppel wächst noch nichts, aber die ersten Gäste wandern durch Kiefernforst und Heide mit den Eseln, die  fressendlaufen oder laufendfressen - wie man es nimmt.

18. Februar 2017

Glyphosat und weiterhin kein Ende, am 8. März 2016 haben wir schon beschrieben, warum wir für ein Verbot dieses Mittels sind.

Der BUND hat nun eine Europäische Bürgerinitiative zum endgültigen Verbot des Pflanzengifts gestartet und in der ersten Woche bereits 250.000 Unterschriften gesammelt.

Aber: 1 Million sollen es werden! Bitte unterschreiben Sie (auch wenn es ein kompliziertes Formular ist)!

Hier geht es zum Formular: http://www.stop-glyphosat.de

16. Februar 2017

Kranichschreie (da gibt es offenbar immer viel zu diskutieren) - aber wo sind sie? Dabei verrenkt man sich regelmäßig erst einmal den Hals. Aber dann ist der kleine Trupp zu sehen - offensichtlich die hier brütenden Paare, die sich dann in Richtung ihrer Brutplätze davon machen.

Wir nehmen es als gutes Zeichen für das Ende des Winters.

5. Februar 2017

das sieht langsam dringend aus - Afrika verliert seine Esel, die Lebens- und Existenzgrundlage. Weil Eselhaut angeblich bestimmte medizinische Wirkungen hat, und der Hunger danach nicht mehr im eigenen Land China gestillt werden kann, nehmen die illegalen Methoden überhand. Unterstützen Sie mit einer Spende, wenn es Ihnen möglich ist!

16. Januar 2017

Bis der Winter so zu seiner geschlossenen Schneedecke kam, ging er doch eher nach der "try and error"- Methode vor: So viel Regen, dass sogar auf dem Sandboden die Pfützen standen - dann ein Wechsel von Regen, Schnee, Frost und Tauwetter. Im Ergebnis ist es für die Esel schon mühsam, dem Glatteis auf dem Weg zu ihrem Sonnenplatz auszuweichen, Wanderungen im Gelände sind für Mensch und Tier leider zu gefährlich.

2016

24. Dezember 2016

Das Servicepersonal quält sich immer noch mit der Gehhilfe, aber Jessy ist munterer als je und läuft dem Servicepersonal auf dem Gang über die Felder davon - sie weiß genau, wo jetzt noch Leckeres zu holen ist.

30. September 2016

Gerade hat Jessy ihren Hufabszeß überstanden, da bricht sich das Servicepersonal den Oberschenkel. Nach einer Woche Krankenhaus wieder zuhause - Dank an die Nachbarn, die sich so toll um die Versorgung der Esel bemüht haben! -

lernt mensch mit zwei Gehhilfen zwar den Kreuzgang, den die Esel schon immer können, scheitert aber schon daran, die Schubkarre zum Mist zu bringen.

Gut, dass die Nachbarn, besonders das Gästehaus, weiterhin gern bereit sind zu helfen.

07. September 2016

Auch das passiert - Jessy hat einen Hufabszeß, der sich hartnäckig hält. Drei Schritte Richtung Tränke sind schon eine Qual - prompt hat sie nach den drei Schritten vergessen, wo sie eigentlich hin wollte, und liegt schließlich dehydriert in ihrer Box.

Aber ihre Augen sagen: ich bin noch da und will gar nicht gehen!

5 Buddeln Infusion braucht sie, dann ist sie wieder hoch, der Abszeß verdrückt sich schließlich über den Kronrand Tanja verpaßt ihr genau die richtigen Sohlen unter den Vorderhufen - und Jessy nimmt ihre alltägliche Routine wieder auf.

So eine tapfere alte Dame!

6. September 2016

In Mönchengladbach gibt es eine besondere Ehrung des Esels, genannt "Donkeys Way" der Künstlerin Rita McBride, am 18. September soll das Kunstwerk an die Stadt übergeben werden. Heute kamen die Esel schon mal an.

Was die Künstlerin dort sagt, können wir nur bestätigen: Die Esel haben ihre "Trampelpfade" auf der Koppel, die sie stets benutzen, um von dort aus nach links und rechts auf der Suche nach Fressbarem abzubiegen. Und der Mensch macht es genauso, wie man an allen Trampelpfaden sehen kann, die die öffentlichen Grünanlagenplaner gar nicht vorgesehen hatten.

14. August 2016

Noch einmal die neuen Stallbewohner mit einem traurigen Ende: Die Schwalbenmutter kam plötzlich nicht mehr zum Füttern - der Nachwuchs verstummte. Der Schwalbenmann kam noch ein paarmal, ist aber offenbar nicht für die Aufzucht zuständig. Auch die Jungen aus der ersten und zweiten Brut besuchen gelegentlich nochmal den Stall und fangen Fliegen.

So haben wir das Nest sauber geräumt und hoffen auf das nächste Jahr!

3. August 2016

5 kleine gelbe Schnäbel, die einmal Rauchschwalben werden wollen, recken sich aus dem Nest, wenn die Eltern mit Futter angeflogen kommen. Immerhin, das ist die dritte Brut, wir drücken die Daumen, dass sie flügge werden bis zum Aufbruch der Reise nach Afrika.

5. Juli 2016

Was jetzt Eselstall ist, wurde einmal als Schlosserwerkstatt gebaut. Nachdem die Rauchschwalben mit ihrer ersten und zweiten Brut noch zu Besuch im Stall waren, haben sie nun ihr Nest gebaut und brüten. Wir freuen uns, denn was ist ein Stall ohne Schwalbennest!


20. Juni 2016

Glyphosat und noch kein Ende (siehe unseren Eintrag vom 8. März 2016).

Wie schön, dass es Martin Schulz in Quickborn (liegt auch im Wendland) gibt, der sich schon vor mehr als fünf Jahren von Monsanto verabschiedet hat.

 

Da fällt mir ein, dass wir schon vor Jahren - genauer 2008 - damit zu tun hatten, dass ein Bauer im Elbvorland bei Laase Genmais aussäen wollte. Der Acker wurde besetzt, der Kern des damaligen Eselstalls stand erst einmal als Fachwerkgerüst mittendrin, und schließlich haben die widerständigen wendländer Bauern das auf ihre Art gelöst: sie pflügten den mit Genmais bepflanzten Acker um.

7. Juni 2016

Was für den einen Sonnenschutz, ist für den anderen Hufschuh - so gibt es doch manchmal sehr unterschiedliche Auffassungen über die Verwendung eines Gegenstands - und für das Servicepersonal einen neuen Strohhut.

29. Mai 2016

Wenn es darum geht, die besten Halme zu erwischen, die ja bekanntlich immer außerhalb der Koppel wachsen, können Esel auch von den Giraffen etwas lernen - irgendwie hat Lady sich das bei ihnen abgeschaut..

28. Mai 2016

Neue Vogelart entdeckt??

Ähnelt dem Feldsperling - aber mit weißem Bart??

Die Haare aus Brunos Winterfell sind offenbar gut geeignet zur Auspolsterung des Nests und werden einzeln auf der Koppel aufgesammelt - tolle Leistung von den kleinen Spatzen!


8. Mai bis 16. Mai 2016

Die 27. "Kulturelle Landpartie" im Wendland, und die Esel waren zum ersten Mal aktiv dabei. Sie wanderten mit bis zu 25 Gästen zur Tiefbohrstelle 1004, deren Besetzung zur 33 Tage währenden Republik Freies Wendland führte.

Während die Gäste mit dem Servicepersonal Atompolitik diskutieren, genießen die Esel jeden Tag die Begegnung mit den Teilnehmern und lassen sich gern von ihnen führen.

Inzwischen kennen sie natürlich auch den Weg: Wo wir gestern auf die Nachzügler warteten, damit sie den Abzweig nicht verpassten, muß heute auch wieder Pause sein - und auf dem Rückweg zur Koppel muss noch mitgenommen werden, was links und rechts Fressbares wächst.

1. Mai 2016

Hausrotschwänze brüten in einer Mauernische im Offenstall und sind eigentlich den ganzen Tag mit Spatzen, Bachstelzen, Stieglitz und Elstern auf der Koppel zu sehen.

Die Elstern suchen gemütlich ihr Futter zwischen den Eseln und trinken aus ihrer Tränke.

22. April 2016

Der Apfelbaum ist weit weg in Schleswig-Holstein, aber Bruno hat Ersatz entdeckt: den blühenden Pflaumenbaum. Leider kommt nur er an die Zweige, Lady muss warten, dass Bruno ihr etwas abpflückt.

18. April 2016

Das soll die Kräuterspirale werden - Steine haben wir beim Einzug zuhauf vorgefunden.

Aber Jessy hat etwas ganz anderes im Kopf und in der Seele: Sie genießt ganz entspannt und verscheucht sogar das Huhn aus ihrem magischen Kreis.

4. April 2016

19 Grad Celsius, in der Sonne deutlich wärmer, da ist die Stimmung ruhig bis dösig und die Esel kommen uns vor wie wechselwarme Eidechsen, die erstmal die Kälte aus allen Gliedern vertreiben müssen.

28. März 2016, Ostermontag, Sommerzeit

Die Esel haben längst mitbekommen, dass das Servicepersonal nun wieder vor Ort ist und gerufen werden kann, wenn die Futterkiste leer ist, was dann auch lautstark versucht wird.  Immerhin, nun können wir mit kurzen Wegen die Heuration auch auf fünf Fütterungen verteilen, wenn es nicht gerade regnet, in Happen über die Koppel verteilt, was den kleinen Eselmägen (5 bis 8 Liter, größer sind sie nicht) besser bekommt und die Bewegung fördert. Besonders Bruno läuft da seine Kilometer, wenn die Damen ihn von ihren entdeckten Heuportionen vertreiben.

Die Koppel gibt noch gar nichts her, der Boden ist viel zu kalt, vom Frühling erzählen eigentlich nur die Vögel, die fleißig Nistmaterial sammeln und ihr Revier singend markieren.

8. März 2016

Entscheidung über die Zulassung des Rohrreinigers Glyphosat als Unkrautvernichtungsmittel für die nächsten 15 Jahre vom 7. März auf den April verschoben!

Durch die Wanderung mit unseren Eseln sind wir gegenüber "Un"kräutern, sehr sensibel geworden. Da gibt es viele Wildkräuter, an denen die Esel gar nicht vorbeigehen können, ohne davon zu naschen. Wenn wir noch nicht kennen, was den Eseln da schmeckt, schauen wir anschließend nach und finden oft gesunde oder heilende Kräuter, die die Esel kennen und für sich nutzen. Da ist zum Beispiel der Spitzwegerich, die Arzneipflanze des Jahres 2014. Kein Esel geht gern daran vorbei, ausgedrückt hilft der Saft des Blattes auch uns Menschen zum Beispiel, um die juckende Haut nach einem Mückenstich zu beruhigen.

Glyphosat macht da keinen Unterschied - alle "Un"kräuter gehen ein, und inzwischen ist das laut WHO wahrscheinlich krebserregende Mittel überall in unseren Nahrungsmitteln zu finden, und schließlich auch im Urin.

Sind Sie mit uns der Meinung, dass ein möglicherweise krebserregender Rohrreiniger in Boden, Trinkwasser und Lebensmitteln nichts zu suchen hat, können Sie hier ein Mobilisierungspaket beim BUND bestellen.

27. Februar 2016

Der Winter zieht sich, mal Regen und Sturm, mal klar und kalt - aber dann ist da schon die wärmende Sonne und die passenden Plätzchen auch auf der neuen Koppel, um sich den Pelz wärmen zu lassen.

19. Januar 2016

was als Zwerghühner im August 2015 zu uns kam, ist erwachsen und zeigt sich als Großes Deutsches Lachshuhn. Drei Hähne, eine Henne - soviel Männerüberschuß geht nicht gut. Ein Hahn wurde schon verkauft, der schwarz-weiße fand unbeschadet den Weg über die Bundesstraße und hinter dem Zaun eine führerlose Hühnerschar. Der lachsfarbene kann auch eine kleine Schar in das gemeinsame Sandbad führen. So gibt es zwar Wettkrähen, aber keine Hähnenkämpfe.

1. Januar 2016

Ein Jahreswechsel im neuen Zuhause - immer eine Herausforderung. Wieviel Krach und Lichter gibt es, was machen die Esel? Aber es gab auch auf der neuen Koppel eine schöne dunkle Ecke, in die sie flüchten konnten, bis die unerklärlichen Geräusche und Lichter wieder verschwunden waren.